| Titelblatt | Lektion 1 | Lektion 2 | Lektion 3 | Lektion 4 | Lektion 5 | Lektion 6 | Referenzen |
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| Erster Anlauf | Variable und Funktionen | Immer wieder Listen | Das erste Gerippe | Etwas mehr Fleisch | Noch etwas Salz an die Suppe |
Bevor der Kurzlehrgang losgeht vergewissern wir uns erst einmal, ob auch alles vorhanden ist, um den Lehrgang zu absolvieren.
Wir brauchen:
eine vollständige und funktionsfähige Installation von GIMP
Wie kommt man dazu:
Fragen Sie nicht Ihren Arzt oder Apotheker, sondern nehmen Sie entweder eine bekannte Linux-Distribution und installieren Sie das Paket mit Hilfe der dortigen Installationsroutinen oder holen Sie sich eine stabile Version aus dem Internet (zum Bleistift unter http://www.gimp.org oder von einer der vielen anderen Pumpstationen im WEB, deren Adressen auch unter der GIMP-Seite zu finden sind) und lesen Sie die beigefügten Installationshinweise.
Das Erste, was wir lernen ist nicht Tanzen sondern:
Jede Scheme-Anweisung ist in runde Klammern eingefaßt.
Das Zweite, was wir lernen ist immer noch nicht Tanzen:
Die Funktion ist immer der erste Ausdruck innerhalb der Klammern. Der Rest sind die Parameter.
Und das Dritte ist immer noch nicht Tanzen, sondern:
Mathematische Operationen werden wie Funktionen betrachtet.
Und wer schon einmal etwas von der Umgekehrten Polnischen Notation gehört hat, sollte sich mit Scheme nicht schwer tun.
Das reicht vorerst, um in den richtigen Schwung zu kommen. Falls Sie noch nicht im Wagen (sprich GIMP) sitzen sollten, steigen Sie ein und starten Sie selbigen. Also angeschnallt, Benzin haben wir getankt, blinken und wir rollen an ... . Ich hoffe, es ist genug Luft auf den Reifen.
Fahren wir zuerst auf die Landstraße und beobachten ein wenig die Script-Fu-Console, indem wir folgende Menüpunkte wählen:
![]() |
Und wenn alles geklappt hat, sollte im Laufe der nächsten Stunde folgendes Fenster erscheinen: | ![]() |
Am unteren Ende der Script-Fu-Console befindet sich das Eingabefeld "current command". Hier können wir einfache SCHEME-Kommandos interaktiv testen.
Probieren wir doch einmal Folgendes einzugeben:
( + 4 9 )
Nach dem Drücken der RETURN-Taste sollte am unteren Ende des oberen Textfensters dieser zusätzliche Text erscheinen.
=> ( + 4 9 )
13
Falls diese Information nicht erscheint, haben Sie sicher etwas falsch gemacht. Wiederholen Sie es einfach. Ist alles O.K., dann können Sie sich schon ein klein wenig auf die Schulter klopfen.
Was aber geschieht, wenn ich nicht nur die Zahlen "4" und "9", sondern noch weitere Zahlen eingeben, zum Bleistift:
(+ 4 9 7)
Erwartungsgemäß sollte jetzt die Anwort "20" lauten, oder?
So weit, so gut. Wir haben eine SCHEME-Anweisung eingetippt und die Antwort erschien sofort im Script-Fu-Console-Fenster. Unheimlich nicht-aufregend.
Wenn Sie, wie ich, (hoffentlich) gern runde Klammern setzen, so oft es sinnvoll ist und die Lesbarkeit erhöht wie zum Beispiel in umfangreichen und komplizierten mathematischen Ausdrücken, dann sollte man einiges beachten. In SCHEME sind die Klammern äußerst korrekt anzuwenden.
Also Vorsicht !!!
Was ist in SCHEME zu tun, wenn ich den folgenden mathematischen Ausruck formulieren möchte;
3 + (5 + 6)
Sollten Sie noch nie etwas mit SCHEME zu tun gehabt haben, dann könnten Sie möglicherweise Folgendes eingeben:
( + 3 ( 5 + 6 ) )
Wenn nicht, dann probieren Sie es trotzdem. Die Fehlerwarnung erscheint stehenden Fusses im Script-Fu-Consolen-Fenster.
Erinnern wir uns: der erste Ausdruck in Klammern ist entweder ein Funktion oder ein mathematischer Operator. Im oberen Fall denkt der Interpreter scharf nach und ist berechtigterweise der Meinung: Die Zahl "5" ist weder eine Funktion noch ein Operator.
Geben wir aber ein:
( + 3 ( + 5 6 ) )
freut sich der SCHEME-Interpreter und zeigt was er kann.
Und damit sich der SCHEME-Interpreter noch mehr über Resultate erfreuen kann und Sie sich mit ihm, experimentieren Sie ruhig noch ein wenig. Aber nicht bis zur totalen Erschöpfung. Wir haben noch nicht ordentlich Gas gegeben.
Das war die erste Lektion. Auf zur Lektion 2 !
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